Warum Aqua-Fitness ?
https://pixabay.com/de/
Durch ein gezieltes Ausdauertraining können sowohl im Flach- als auch im Tiefwasser Reize für das Herz-Kreislauf-System gesetzt werden. Schon durch ein regelmäßiges 2 bis 3-maliges Aquatraining pro Woche können nach 4 bis 6 Wochen deutliche Verbesserungen der Herz- und Kreislaufgrößen festgestellt wer-
den. Durch eine Vermehrung und eine verbesserte Ausnutzung des Kapillarsystems in der trainierten Muskulatur kann der Sauerstoff, der durch die Lunge eingeatmet wird, in der arbeitenden Muskulatur besser genutzt werden. So wird mehr Energie für die arbeitende Muskulatur bereitgestellt und der Körper kann mehr leisten. Für den Alltag heisst das z.B. “Treppen hochsteigen, ohne zu schnaufen”. Auch wird durch diesen Effekt die Herzarbeit in Ruhe ökonomisiert, da die Herzfrequenz sinkt. Im Alltag bedeutet dieses: das Herz muss weniger Arbeit verrichten und läuft im “Schongang”! Durch den sogenannten Tauchreflex wird die Ökonomisierung zusätzlich unterstützt. Beim Aufenthalt im tiefen (also „nicht” stehtiefem) Wasser reagiert der menschliche Organismus mit einer Abnahme der Herzfrequenz um 10 bis 15 Schläge pro Minute. Durch den hydrostatischen Wasserdruck kommt es zu einer Blutverschiebung aus den Hautgefäßen zum Herz hin. Diese Blutverschiebung verursacht ein vergrößertes Blutvolumen in den herznahen Gefäßen und im Herz.
Durch dieses vergrößertes Blutvolumen kommt es auch zu einer Dehnung der Gefäßwände und des Herzens, was zur Aktivierung des Parasympaticus und so- mit zur Abnahme der Herzfrequenz führt.
Der hydrostatische Druck -umgangssprachlich der Wasserdruck- steigt mit zuneh- mender Wassertiefe und massiert sanft die Beine. Die Venen werden komprimiert und die Schwellungen der Beine reduziert. Das kalte Wasser wirkt zusätzlich wie ein Gefässtraining, weil sich die Blutgefässe zur Regu- lierung der Körpertemperatur zusammenziehen und wieder dehnen müssen (Sauna- Effekt). Die Muskulatur muss im Wasser permanent gegen den Wasserwiderstand arbeiten. Beim Aquatraining werden sehr viele Muskelgruppen aktiviert - somit ist “Wasser die beste und billigste Kraftmaschine”. Ein weiterer Faktor, der zur Kräftigung der Muskulatur führt, ist die Massagewirkung des Wassers (siehe Abbildung links). Sie resultiert aus der Bewegungsintensität und der damit ausgelösten Wasserzirkulation. Durch diese Massagewirkung werden Mus- kelpartien trainiert, die bei der “Landgymnastik” nicht erreicht werden. Und durch eine Verdopplung der Übungsgeschwindigkeit entsteht sogar eine 4-fach höhere Belastung!
Desweiteren wird auch der Stoffwechsel stark angekurbelt, die Durchblutung der Haut, des Bindegewebes und der Muskulatur gefördert, so dass der Körper entschlackt und ein Muskelkater vermieden wird.
Aqua-Training effizienter als an Land Über die gesundheitsfördernde Wirkung von Fitness-Übungen im Wasser - ein hervorragender Presseartikel von Christiane Mey Es existiert kein vergleichbares, gesundheitsorientiertes Bewegungsprogramm, das einen annähernd großen Beitrag zur Förderung der körperlichen Fitness und des Wohlbefindens hat. Link zur PDF-Datei